Aktuelles

Aussergewöhnlicher Anstieg der Rohstoffpreise

Kategorie: News Startseite
Wie geht’s weiter und was ist zu beachten?

 

Die starke Nachfrage hat in den letzten Monaten bei den Rohstoffpreisen teilweise zu Rekordwerten geführt. Bereits wird von einem neuen Superzyklus gesprochen. Wie geht die Entwicklung weiter und welche Auswirkungen haben erhöhte Rohstoffpreise für Ihr KMU?

 

Gründe für die Preisentwicklung und wie es weitergeht

Der ausserordentlich starke Anstieg der Rohstoffpreise hat ganz aktuell einen leichten Dämpfer hinnehmen müssen und so sind die Preise für Bauholz und diverse Industriemetalle wie Kupfer von ihren Höchstwerten abgekommen. Beim Bauholz waren vorwiegend die Engpässe in den Sägereien und die Reduktion der Kapazitäten während der Corona-Krise ausschlaggebend. Bei den Industriemetallen zeigt sich ein steigender Bedarf für die «grüne Transformation der Wirtschaft» wodurch sich die Preise teilweise vervielfacht haben. Ob die Preise wieder steigen, hängt in erster Linie vom Zusammenspiel zwischen Angebot und Nachfrage ab. Es ist davon auszugehen, dass die stärksten Effekte aus dem Corona-Schock vorüber und die Produktionsengpässe überwunden sind. Ausserdem zeichnen sich in gewissen Teilen der Welt, wie beispielsweise in China, bereits erste Wachstumsverlangsamungen ab.

 

Implikationen auf die operative Tätigkeit

Ein Preisanstieg bedeutet, dass jemand in der Lieferkette oder schliesslich der Endkunde diesen bezahlen muss. Gerade bei langfristigen Festpreisverträgen oder Generalunternehmen besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Preisanstieg nicht weitergegeben werden kann. Auch bei flexiblen Verträgen dauert es aufgrund der oft sehr starren Kalkulationen im Betriebe lange, bis Mehrkosten verrechnet werden. Ein flexibles und akkurates Controlling zusammen mit einer laufenden Überwachung der wichtigsten Lieferanten- und Kundenverträgen ermöglicht ein rasches Handeln bei Preisveränderungen.

Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist der Erhalt der Liefertreue. Auch dafür ist eine stetige und nahe Überwachung der Lieferketten unentbehrlich.

 

Implikationen auf die Warenvorratsbewertung

Der Wert von Vorratsbeständen ist direkt von Preisschwankungen beim Einkauf betroffen. Je nachdem wie das Lager bewertet wird, entstehen jedoch unterschiedliche Effekte. Während in der Schweiz die FIFO-Methode (First in, First out) wie auch die Bewertung zum Durchschnittspreis die gängigsten Bewertungsmethoden vor Warenvorräten sind, führen steigende Einkaufspreise bei der FIFO-Methode zu einer höheren Bewertung im Vergleich zur Durchschnittsbewertung. Dies deshalb, weil ältere und tiefer eingekaufte bzw. hergestellte Produkte zuerst verwendet werden. Die Wahl der für Ihre Branche und Ihr Unternehmen optimalen Bewertungsmethode hat somit wesentlichen Einfluss auf Ihren Abschluss.

 

Beschäftigen auch Sie diese Themen?

Dann raten wir Ihnen zu einer fundierten Analyse Ihrer Lieferketten sowie zu einer Prüfung Ihrer finanziellen Ziele in den kommenden Monaten und Jahren. Nehmen Sie sich die Zeit – es lohnt sich! Unsere auf KMU’s spezialisierten Wirtschaftsprüfer  und -berater setzen sich gerne mit Ihrer Situation auseinander und beraten Sie optimal.